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Montag, 16. Mai 2016

Rezension: "Die Bücherfreundinnen" - Jo Platt




Titel: "Die Bücherfreundinnen"

Autorin: Jo Platt

Übersetzerin: Katharina Naumann

Genre: Zeitgenössische Belletristik

Verlag: Rowohlt

Klappentext RowohltAlice, Miriam, Sophie und Abigail sind die besten Freundinnen. Sie lachen zusammen und sie lesen zusammen. Einmal im Monat trifft sich ihr Buchclub. Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann sollte in den Club aufgenommen werden, seitdem ist Jon bei jedem Treffen dabei. Die Freundschaft hat allen fünf geholfen, mit dem Verlust fertigzuwerden. Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating-Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin. Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will. 
«Die Bücherfreundinnen», der neue Roman von Jo Platt nach dem Spiegel-Bestseller «Herz über Kopf», ist ein Plädoyer für die Freundschaft und dafür, zweite Chancen im Leben zu nutzen. 

Wer sind die Bücherfreunde? 
Alice, 32, Innenarchitektin, liebt ihren Job und ihre kleine Wohnung mit Garten. Sie lässt kein Fettnäpfchen aus und überspielt gerne ihre Gefühle mit Scherzen, aber davon lassen sich ihre Freundinnen längst nicht mehr täuschen. 
Miriam, seit der Uni liiert mit Craig, hat seit einiger Zeit die Sorge, nur noch als Mutter wahrgenommen zu werden, und ist zu recht nicht glücklich, wenn Craig sie in ihrem neuen Kleid unsensibel mit einer Presswurst vergleicht. 
Connie, 40, neigt zur Selbstunterschätzung, in anderen sieht sie aber immer nur das Gute. Sie lässt sich aus Sicht ihrer Freundinnen zu sehr auf der Nase herumtanzen von ihrem tyrannischen dreijährigen Sohn und auch von Ehemann Greg, der nicht zu verstehen scheint, dass seine Frau auch gelegentlich selbst eine Entscheidung treffen kann. 
Abigail, genannt Abs, die jüngste in der Runde, Lehrerin mit Leib und Seele, extrem begeisterungsfähig, lebt zusammen mit Pete, einem phlegmatischen, aber herzensguten Anästhesisten, der den leidenschaftlichen Ausbrüchen seiner Freundin mit bewundernswerter Ruhe begegnet. 
Sophie, Alices lebensfrohe Kollegin, ihr lautes Mundwerk lässt Außenstehende manchmal ihr großes Herz übersehen. Ihre Freunde wissen aber längst, dass sie eine loyale Freundin ist und schätzen ihre Ehrlichkeit. Doch auch sie übersehen manchmal, dass hinter Sophies harter Schale ein überraschend weicher Kern steckt. 
Jon, der einzige Mann im Buchclub. Seit drei Jahren verwitwet, seine Frau Lydia war die beste Freundin von Alice und Miriam und Gründungsmitglied des Clubs.

Rezension: "Die Bücherfreundinnen" von Jo Platt hat 384 Seiten, wird am 21.05.2016 erscheinen und als Taschenbuch [9,99€] und Ebook [9,99€] erhältlich sein, allerdings kann man es auch schon jetzt vorbestellen. Das Buch ist aus der Sichtweise von Alice geschrieben, also aus der Ich-Perspektive.

Ich habe dieses wundervolle Buch versehentlich von Rowohlt zugeschickt bekommen, aber mich trotzdem dazu entschieden, es zu lesen und zu rezensieren, was ich keineswegs bereue. Innerhalb drei Tagen habe ich es durchgelesen, obwohl ich viel zutun hatte. Einfach, weil Jo Platts Buch so entspannend, schön und einfach geschrieben ist.
Ich verstehe nicht ganz, warum ein Apfel für das Cover ausgewählt wurde, allerdings ist es dennoch sehr gut gelungen und ansprechend. Auch der Klappentext ist perfekt ausgewählt, weil er die wichtigsten Sachen kurz aber interessant wiedergibt, sodass der Leser/die Leserin wirklich weiß, worauf er/sie sich einlässt. Es geht zwar um Liebe, aber auch um sehr viel Freundschaft.

Alice ist ein toller Charakter, genauso wie die anderen Frauen, aber das Schöne an ihr ist, dass man sich wunderbar in sie hineinversetzen kann. Die sechs Freunde stellen eine typische Gruppe dar und beweisen, dass sich Frauen im Laufe der Jahre eigentlich gar nicht verändern und genau das macht das Buch aus. Weibliche Leserinnen können sich mit den Handlungen, den Entscheidungen und den Gefühlen identifizieren und sogar noch einiges dazulernen. Jeder hat irgendwo eine Freundin, die aufgedreht, schüchtern, ehrgeizig, trottelig oder extrem ehrlich ist.
Zu Beginn hatte ich befürchtet, dass ich mit all den Namen durcheinanderkommen würde, aber dem war nicht so. Wie schon erwähnt, war es einfach zu lesen.
Hauptsächlich geht es darum, dass Alice mit Männern und verschiedenen Gefühlen überhäuft wird, wozu jedoch ihre Freundinnen ihren Teil beitragen. Sie versuchen sie zu verkuppeln, was aber zu Problemen und Kummer führt. Alice ist die Freundin in der Gruppe, die sich quasi um alles und jeden einen Kopf macht und dann von ihren eigenen Hürden erschlagen wird. Wozu dann zum Beispiel ein Streit mit Jon und ein Treffen mit ihrem Ex hinzugehört. Doch muss man dazu erwähnen, dass Sophie wohl die zweitwichtigste Rolle in dem Buch spielt, denn sie wirkt auf mich wie Alice's beste Freundin, da sie stets an ihrer Seite ist, um zu helfen.

Es war schön zu lesen, wie die Frauen und deren Beziehungen sich entwickeln, aber am spannendsten war natürlich die Entwicklung von Alice. Im Nachhinein war es eigentlich klar, mit wem sie am Ende zusammenkommt, dennoch hat es Spaß gemacht, den Weg von Jon und Alice mitzuerleben.
So macht uns Jo Platt mit dem Buch auch bewusst, dass es unter Freunden Streitereien und Liebe geben kann, der Trick dabei ist einfach zusammenzuhalten. Außerdem hat sie mit genug Humor geschrieben, sodass das Buch an manchen Stellen witzig ist, aber nicht lächerlich wird.
Des Weiteren fasziniert es mich, wie gut sie viele Probleme, die regelmäßig in Beziehungen und Freundschaften vorkommen, darstellt und beschreibt.

Der Lesezirkel der sechs Freunde repräsentiert meiner Meinung nach auch eine sehr wichtige Rolle. Ich glaube, jeder Freundeskreis hat eine Sache, die wirklich jeder aus der Gruppe mag. So ist Alice zwar nicht von Anfang an davon begeistert, regelmäßig zu lesen, aber nach einiger Zeit legt sich auch das. Sie alle haben Lydia als Anhaltspunkt im Lesezirkel, denn sie war eines von den Gründungsmitgliedern. Dieser Lesezirkel lässt die Freunde regelmäßig zusammen- und hilft ihnen über den Tod hinwegzukommen. Es gibt also eine Sache, die die Gruppe stark macht und zeigt, dass man nur die richtigen Freunde braucht, um verschiedene Probleme zu überstehen.

Ich könnte das Buch gleich nochmal lesen, einfach weil es so realitätsgetreu und beruhigend ist. Das perfekte Buch, womit man sich mal eben in ein Café setzen und lesen kann. Ich hatte zuvor noch kein Buch gelesen, was überwiegend von Freundschaft handelte, aber ich muss gestehen, dass es mich wirklich begeistert hat. "Die Bücherfreundinnen" ist kein Buch, was man einmal liest, in das Regal stellt und dann wieder vergisst, man kann es ruhig zwei- oder dreimal lesen, zum Beispiel, wenn man gerade mal wieder nicht weiß, was man wohl nun lesen soll. Des Weiteren verfügt Jo Platt über einen angenehmen Schreibstil, sodass man wirklich nie über komplizierte Satzbauarten oder unbekannte Wörter grübeln muss.

Dieses Mal empfehle ich dieses Buch jedem ab 15 Jahre. Zwar ist es eher für Frauen geschrieben, ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass männliche Leser es auch interessant finden könnten. Jeder, der es mag, realistische und brillante Freundschafts- und Liebesgeschichten zu lesen, der kann sich schon auf "Die Bücherfreundinnen" von Jo Platt freuen. Bei diesem zeitgenössischen Belletristik Roman habe ich diesmal wirklich nichts auszusetzen.

Nochmal einen herzlichen Dank an Rowohlt Verlage, dafür, dass ich dieses tolle Buch lesen durfte.

Eure Peanut x

1 Kommentar:

  1. Ahoy Peanut,

    dieses Buch war für mich leider nicht so, wie erhofft - das Thema "Bücher" fiel komplett hintenüber, stattdessen ging es quasi nur um die Liebessuche. Und die gestaltete sich unnötig kompliziert, da ich als Leserin von Anfang an wusste, wie das endet... Trotzdem ein schöner Schmöker und eine seichte Urlaubslektüre ^^

    Ich lasse dann mal frech meinen Link und liebe Grüße da, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/06/die-bucherfreundinnen.html

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