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Mittwoch, 21. September 2016

Rezension: "Dem Horizont so nah" - Jessica Koch





Titel: "Dem Horizont so nah"

Autorin: Jessica Koch

Übersetzung
: Die Originalsprache ist Deutsch

Genre Moderne und zeitgenössische Belletristik; Zeitgenössische Liebesromane; Familienleben

Verlag:
rororo

Klappentext Rowohlt: ,,Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und die Kraft, loszulassen. Eine wahre Geschichte.

Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben. 
Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …"


Zum Buch
:
 Das Buch erschien am 29.07.2016, enthält 464 Seiten und ist als Taschenbuch [D: 9,99€] und Hörbuch [D: 16,99€] erhältlich. Ein Alter wurde bisher nicht angegeben.

ISBN
:
 978-3-499-29086-2

Rezension: Bevor ich zu meiner Rezension komme, möchte ich schon von Beginn an sagen, dass ich in dieses Buch verliebt bin. Ich hatte erst Zweifel daran, dass es mir gefallen würde, allerdings hatte ich auch komplett andere Erwartungen. Zugegebener Weise ist mir erst in der Mitte des Buches bewusst geworden, dass Jessica Koch eine Zeitspanne, ein Erlebnis aus ihrem Leben, erzählt. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich im Glauben, dass es eine erfundene Geschichte ist, da ich komplett den Satz "Eine wahre Geschichte" überlesen habe.
Des Weiteren hatte ich nie erwartet, dass es von so tiefst verletzten Menschen handelt. Ich dachte, es wäre ein weiteres Buch über einem lieben Mädchen und einem Bad Boy.
Ich wurde, ohne zu übertreiben, tief berührt und komplett aus den Socken gehauen. Noch nie habe ich während des Lesens so sehr geweint und noch nie war ich nach dem Lesen immer noch so sehr mitgenommen. Es ist wirklich schwierig Worte zu finden, um mein Entsetzen, mein Mitgefühl, meine Trauer und meine Bewunderung zu beschreiben.

In dieser Rezension werde ich nicht die Möglichkeit haben, um etwas am Realismus der Geschichte zu bemängeln, da das ganze Buch auf wirklich passierte Tatsachen basiert. Dennoch werde ich beschreiben, wie die ersten Seiten auf mich gewirkt haben, bevor ich realisiert und recherchiert habe, dass es gar keine erfundene Liebesgeschichte ist.
Anfangs dachte ich, wie schon erwähnt, dass es eine weitere Klischee-Geschichte über ein Teenager Paar wäre, weswegen ich natürlich auch sofort falsche Vermutungen und Feststellungen an das Buch gelegt habe. Ich ging davon aus, dass es ein schlechter Abklatsch von Fifty Shades of Grey und irgendeiner Fan Fiction wäre, da ich das mit dem "Geheimnis" von Danny, dem Hauptcharakter neben Jessica, vollkommen falsch aufgenommen hatte. Dann kam auch noch dazu, dass Danny sehr früh beichtet, dass er sich verliebt hat und es viele große Zeitsprünge gibt, was dazu führte, dass ich mich ungefähr bis Seite 180 fragte, was jetzt noch kommen könnte und, dass ich hoffte, dass es kein weiteres typisches Drama werden würde, wie wir es sonst aus vielen Jugendromanen kennen. Ich hoffte, dass keine hundert Streits kommen würden, nur damit das Buch gefüllt war. Und natürlich wurde ich dann komplett aus der Bahn geworfen.

Als es in meinem Kopf dann endlich mal "Klick!" gemacht hatte und ich endlich nach Informationen recherchiert habe, gab es auf alle meine Fragen endlich eine Antwort. Ich musste nicht weiter darauf achten, ob die Geschichte dem Realismus nah genug kam, ob die Schreibweise der wörtlichen Rede zu aufgesetzt war oder ob die Zeitsprünge zu groß waren. Meine Wahrnehmung war sofort anders. Jessica Koch konnte der Realität nicht näher kommen, als genau diese aufzuschreiben, die wörtliche Rede war nicht mehr aufgesetzt sondern jedes Mal ein Stückchen mehr Wissen über die Persönlichkeiten der Personen, und die Größe der Zeitsprünge war auf einmal irrelevant, denn jeder Zeitsprung führte zu einer weiteren Erinnerung aus Jessicas Leben mit Danny. Ich ärgere mich noch immer über meine Unaufmerksamkeit, habe mir aber vorgenommen, das Buch auf jeden Fall nochmal zu lesen und dann von Anfang an mit der richtigen Sichtweise.

13 Jahre hat Jessica Koch gebraucht, um mit ihrer und Dannys Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin unfassbar beeindruckt davon, wie viele Erinnerungen sie immer noch an die Zeit mit ihm hat. Es sind so viele Details, so viele genau beschriebene Momente auf so vielen Seiten festgehalten, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, diese Geschehnisse real, aber als Außenstehende miterlebt zu haben. Ich glaube, dass genau das, das Faszinierende an "Dem Horizont so nah" ist. Die Realität des Buches bricht einem Stück für Stück das Herz und lässt einem jede einzelne Emotion mitfühlen. Ich habe gelacht und gegrübelt, aber am meisten habe ich geweint. Ich bewundere Jessica Koch dafür, dass sie die Stärke hatte, diesen Teil ihres Lebens mit der Außenwelt zu teilen und ich bin froh, dass es gelungen ist, dass so viele Menschen das Buch schon gelesen haben.

Es lohnt sich das Buch zu lesen, weil es einen die ganze Zeit zum Nachdenken bringt. Ich persönlich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich so überwältigt von den ganzen Ereignissen in dem Buch war. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was noch passieren könnte und jedes Mal wurde ich aufs Neue überrascht.
Um zu verstehen, was Danny für eine wundervolle Person war, muss man das Buch wirklich gelesen haben. Um zu verstehen, was der Inbegriff von tiefgründiger Freundschaft und Liebe ist, sollte man das Buch ebenfalls unbedingt kaufen und lesen.

Ich entschuldige mich für mein anfängliches Missverständnis, möchte aber nochmal deutlich machen, dass ich das Buch nur empfehlen kann. Manchmal weiß man gar nicht, durch welche Höllenqualen manche Menschen gehen, weil wir nur das Äußere betrachten. Wir merken nicht, wie grausam wiederum so viele Menschen sein können und wie wenige dann wirklich helfen. Und das ist mein Appell an alle, die meine Rezension bis zum Ende gelesen haben. Setzt euch mit der Geschichte von Danny und Jessica auseinander, lest euch ihre emotionale Geschichte durch. Ich verspreche, dass es eure Sicht auf einige Dinge drastisch verändern wird und, dass ihr eine Menge Taschentücher brauchen werdet, aber um das Interesse aufrecht zu erhalten, werde ich nicht weiter auf Dannys Leben und Geheimnis eingehen.
"Dem Horizont so nah" empfehle ich jedem ab 14 Jahren.

Einen herzlichen Dank an Rowohlt Verlage, dass sie mir dieses wundervolle Buch zur Verfügung gestellt haben und einen weiteren Dank an Jessica Koch, dass sie mir in vielen Sachen die Augen geöffnet hat.

Eure Peanut x

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